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Die verstaubten Hüte ihrer Eltern…


Ich habe neulich das Wort: Therapiegeneration gehört. Das hat mich irgendwie nicht losgelassen, ja sogar ein wenig verärgert.

Vielleicht, weil im Schatten dieses Wortes für mein Gefühl eine gewisse Herablassung mitschwingt. So nach dem Motto: Naja, wer´s nötig hat?

Zu Zeiten meiner Eltern waren


Therapeuten = Irrenärzte. Ich habe das Gefühl, dass das in vielen Köpfen heute immer noch so ist. (Coaches gab es ja noch nicht).

Das finde ich schade, weil aufgrund dessen sich vielleicht einige davon abhalten lassen, sich Hilfe zu suchen, obwohl sie sie vielleicht dringend bräuchten. Niemand möchte doch als schwach wahrgenommen werden von anderen.

Aber was genau ist denn eigentlich schwach daran, sich Hilfe zu suchen? Schwach ist in meinen Augen eher, es nicht zu tun.

Wir hören in der letzten Zeit immer mehr von Kindern, denen die Pandemie so zugesetzt hat, dass sie Angstzustände haben, sich in sich selbst zurückziehen oder auch verhaltensauffällig werden.

Möchten nicht alle Eltern, dass es ihren Kindern gut geht?

Was aber, wenn die Eltern genauso unter der Pandemie gelitten haben? So ein Prozess ist schleichend. Manchmal fühlt man, dass etwas nicht in Ordnung ist, kann sich aber nicht erklären, was es ist? Wäre es nicht gut, sich Hilfe zu suchen, um ein Ventil zu finden, anstatt die Dinge in sich hineinzufressen? Wenn ich eine neue Heizung brauche, hole ich mir doch auch Hilfe und fühle mich nicht schwach, weil ich sie nicht selbst installieren kann.


Es gibt Probleme, die wir nicht alleine lösen können. Wir brauchen eine neutrale Person, die uns darin unterstützen kann, mit ihnen umzugehen, um sie dann gehen lassen zu können, anstatt sie zu verdrängen oder um andere Perspektiven zu entwickeln. Manches Problem entpuppt sich ja auch als Chance, wenn man es lässt.


Es wächst gerade eine neue Generation Kinder heran, die in der Zukunft viele Probleme zu lösen haben wird. Wäre es nicht schön, sie so gut es geht darauf vorzubereiten und zu unterstützen, anstatt sie alleine zu lassen?


Ich persönlich bin sehr dankbar dafür, dass es immer mehr Menschen gibt, die Psychologie studieren oder Coaching- Ausbildungen absolvieren. Sie werden Säulen unserer Gesellschaft sein, die anderen helfen, auch Säulen zu werden.

Auch bin ich dankbar für all die Menschen, die Gutes wollen und mit offenen Herzen durch ihr Leben gehen, anstatt anderen die verstaubten Hüte ihrer Eltern überzustülpen.

Die Zeiten ändern sich und wir haben jeden Tag die Chance besser zu werden, wenn wir wollen.

www.lifecoach-4-you.de Madeleine Lang

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